Die Werkstatt: Grundausstattung

Die Werkstatt: Grundausstattung

Wir hören auf Events immer wieder Sätze wie „Ich würde ja gerne mal was besseres basteln, aber ich habe einfach keinen Zugang zu ordentlichen Werkzeugen…“ oder „Mir fehlt’s einfach am Platz und an der Werkstatt…“. Dabei sind wir vollkommen überzeugt, dass man auch was ordentlich zuhause auf’m Küchentisch basteln kann. Wenn der nicht ausreicht, gibt es auch sehr gute freie Werkstätten, Bastel-Cafés oder Treffpunkte im Maker-Bereich. Man muss sich halt einfach überwinden…

Falls jemand vor hat, nach dem Abendessen den Küchentisch für wichtige Sachen zu nutzen oder sich im Hobbyraum oder Keller eine Werkstatt einrichten will, der bekommt hier ein paar Tipps für Maschinen und Werkzeuge. Dabei sind wir der Meinung, dass man sich bei der Wahl der Werkzeuge immer auf ein gutes Mittelmaß einigen sollte. Es gibt inzwischen genügend professionelle Werkzeuge, die ein hervorragendes Kosten/Nutzen-Verhältnis haben.

Messwerkzeuge

Neben den klassischen Handwerkzeugen (Zange, Schraubendreher, Hammer, Schraubenschlüssel) sollten auf jeden Fall ein paar Messwerkzeuge dabei sein. Neben dem Meterstab machen durchaus ein paar Winkel Sinn. Ein ziemlich universelles und praktisches Gerät ist auch der Anreiß-Messschieber bzw. das Streichmaß. Man nimmt ihn her um z.b. Löcher anzuzeichnen oder um Teile genau anzuordnen.

Handsäge

Für die meisten Sägearbeiten sollte eine elektrische Säge verwendet werden, da es sehr viel Übung braucht, um mit Handsägen größere saubere Schnitte hinzubekommen. Für Aussparungen, Ausklinkungen und kleinere Abschnitte ist man manchmal besser dran, wenn man eine Handsäge verwendet. Am besten funktioniert es mit einer sogenannten Japansäge mit einem dünnen Blatt (<1 mm). Der Unterschied zu europäischen Sägen ist, dass diese auf Zug schneidet und nicht auf Druck. Damit kann man die Säge besser führen und hat in der Regel recht schnell gute Erfolge damit. Außerdem kann man mit ihr auch ohne Probleme Kunststoffe schneiden.

Akkuschrauber

Ohne einen Akkuschrauber geht heutzutage nichts mehr. Wer einen soliden Akkuschrauber hat, braucht auch keine Handbohrmaschine mehr. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Akkuschrauber ein Schnellspannfutter besitzt, damit auch Standardbohrer eingespannt werden können. Obwohl es inzwischen viele gute kompakte Akkuschrauber gibt, ist unserer Meinung nach der Makita DF330DWE vom Preis-/Leistungsverhältnis ungeschlagen.

Zum Akkuschrauber empfiehlt sich ein Bit-Set mit Magnethalter. Der Magnethalter sorgt dafür, dass die Schraube beim Ansetzen von selbst gehalten wird. Außerdem sollte natürlich ein Bohrersatz nicht fehlen. Wer wert auf genaue Löcher im Holz legt, sollte sich neben einem Universal-Bohrersatz auch einen Satz Holzbohrer zulegen, welche auch wunderbar in den meisten Kunststoffen funktionieren.

Zur Grundausstattung gehört unserer Meinung nach auch ein Satz Forstnerbohrer/Astlochbohrer mit den Größen 15 mm bis 35 mm. Diese sind um einiges leichter in der Handhabung als Lochsägen und lassen sich in jeden Akkuschrauber mit 10 mm-Spannfutter spannen.

Spannen und Fixieren

Gerade beim Bohren in härteren Materialen wird es ohne Schraubstock irgendwann nur noch frustrierend. Ein Mittelklasse Schraubstock kostet zwar in der Neuanschaffung etwas Geld, aber dafür halten sie auch ein Leben lang. Wenn man keine Möglichkeit hat den Schraubstock fest an einen Tisch zu bauen, kann man ihn auch provisorisch mit Schraubzwingen fixieren.

Für die Montage oder zum Leim-Aushärten sollte man auch immer ein paar Schraubzwingen in verschiedenen Größen parat haben. Wer öfter aufwändigere Holzkonstruktionen montiert, sollte sich überlegen, ob er sich nicht gleich einen kompletten Spanntisch zulegt.

 

Elektrische Sägen

Wie schön erwähnt, kommt man mit Handsägen meistens nicht weit. Für den Anfang ist eine Stichsäge nicht verkehrt. Da man meistens aber gerade Schnitte haben will, wird man recht schnell merken, dass man diese Schnitte mit einer Stichsäge auch nicht wirklich hinbekommt. Für eine Übersicht der gängigen elektrischen Sägen, gibt es einen weiterführenden Artikel.

Wer sich den Stress mit dem Zuschneiden komplett sparen will, der kann auch einfach den Zuschnittservice im Baumarkt nutzen.

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