Kategorie: Baustoffe & Materialien

Seile

Seile

Dieser Beitrag soll euch bei der Wahl des richtigen Seils im Cachebau helfen. Für die richtige Auswahl an Kletterseilen wendet euch am besten an Händler oder erfahrene Kletterer. Normalerweise kann man bei den meisten Seilen oder Schnüren inzwischen nichts mehr falsch machen, da die wetterfestigkeit und langlebigkeit bei einem Großteil der handelsüblichen Seile gegeben ist. Es gibt aber trotzdem ein paar Unterschiede.

Kunststoffseile

Generell sind alle Kunststoffseile recht beständig gegenüber Wasser und Feuchtigkeit. Für die meisten Anwendungen sind diese Seile daher die richtige Wahl. Die Preise für einen bestimmten Seiltyp variieren sehr stark. So sind die Preise im Baumarkt teilweise 3-5 Mal so hoch wie im Internet oder in Fachgeschäften. Eine sehr gute Auswahl für Kunststoffseile gibt es bei Kanirope. Hier ist auch das Preis/Leistungsverhältnis sehr angemessen.

PP-Schnur

Ein „Klassiker“ im Bereich der Seile zwischen 2mm und 6mm ist die PP-Schnur. Wie fast alle Kunststoffseile sind sie nicht biologisch abbaubar und schimmeln auch nicht. Auch die UV-Beständigkeit ist sehr hoch. Oft hat man eine gutes Auswahl, was die Farbe angeht. Vom Aufbau her gibt es gedrehte und geflochtene Seile. Dabei sind die geflochtenen Seile etwas formstabiler, während die gedrehten Seile bei falscher Drehung auseinander gehen. Diese Seile sind perfekt für „Aufzug“-Caches geeignet, da sie ausrechend Durchmesser für Umlenkrollen und Spulen haben. Allerdings sollten sie nicht direkt an Ästen und Baumteilen entlang laufen, da sie durch die raue Struktur leicht hängen bleiben können.

Nylonfaden / Angelschnur

Für etwas „leichtere“ Anwendungen kann man auch diese günstigere Version verwenden. Diese transparenten Fäden sind trotz ihres geringen Durchmesser stark belastbar. Vorteil ist hier auch die glatte Oberfläche, sodass man diese Fäden theoretisch auch ohne Umlenkrolle über Bäumen laufen lassen könnte. Davon ist aber aus Naturschutzgründen abzuraten. Nachteil ist hier, dass die Schnur relativ starr ist, sodass sie sich unbelastet gerne verknotet. Außerdem sind sie nur mittelmäßig UV-Beständig – bei zu viel Sonneneinstrahlung werden sie irgendwann brüchig. Eine gute Alternative zu Nylonfäden sind Dyneema-Seile – siehe weiter unten. Beispiele für die Anwendung im GC-Bereich: Fixierung von Zettel oder Hinweisen an Bäumen, kleinere „Aufzüge“, Aufhängung von PETlingen oder Filmdosen.

Nylonschnur / Polyamidseil

Diese Schnüre haben sehr ähnliche Eigenschaft wie die PP-Schnüre und sehen auf den ersten Blick auch genau so aus. Einziger Unterschied: Diese Schnüre sind etwas elastischer und haben eine höhere Bruchkraft. Für „schwerere“ Anwendungen oder bei ruckartigen Belastungen, würden wir diese Seile der PP-Schnur vorziehen.

Dyneema Seil

Diese Hochleistungsseile werden oft als Stahlseil Ersatz oder beim Angeln eingesetzt. Diese Seile sind nicht elastisch und extrem reißfest. Zusammen mit Sekundenkleber kann man sie auch gut für die Kunststoff-Reparatur einsetzen. Sie kombinieren die Vorteile des Nylonfadens (hohe Belastung auch bei extrem kleinen Durchmessern) und die der PP-Schnur (sehr flexibel, UV beständig). Will man also einen Geocaching „Aufzug“ mit einem sehr unauffälligen Seil bauen so ist das Dyneemaseil wohl die richtige Wahl.

Stahlseile

Gerade beim Thema Diebstahlschutz spielt das Stahlseil eine wichtige Rolle. Aber auch bei einen „Aufzug“ kann für bestimmte Konstruktionen ein Stahlseil Sinn machen. Generell empfehlen wir für die Verwendung im GC-Bereich ausschließlich Edelstahlseile. Hier macht sich der Preisunterschied deutlich bemerkbar. Während ein normales Stahlseil nach ca. einem Jahr zu rosten anfängt, kann man Edelstahlseile ohne Probleme auch Unterwasser verbauen. Vom Aufbau her, sind die meist verwendetsten Typen das 7×7 und das 7×19, wobei das 7×19 Seil etwas flexibler ist.

Da man Stahlseile nicht verknoten kann, braucht man hier spezielle Seilklemmen. Wiederlösbare Verbindung sind z.b. Bügelklemmen, Duplex- und Simplexklemmen. Dauerhafte Verbindungen kann man mit Alu-Pressklemmen (auch Z-Klemmen gennant) realisieren. Für die dauerhafte Verbindung braucht man natürlich spezielles Werkzeug.

Beschriftungen

Beschriftungen

Jeder der schon etwas größeres als einen PETling versteckt hat, wird um eine Beschriftung nicht herumgekommen sein. Cachename, GC-Code, Stashnote, Anleitungen – diese Dinge muss man irgendwie vom PC in die Dose bringen. Dabei sollte die Beschriftung womöglich lange lesbar sein und schnell angefertigt sein…

Einlaminieren

Das sollte eigentlich jeder schon mal gesehen haben. Ausdrucken, ausschneiden und dann ab durch die Laminiermaschine. Die meisten Druck- oder Kopierläden verfügen auch über ein Laminiergerät. Wer viele Stages oder größere Caches hat, sollte sich ein eigenes Laminiergerät zulegen, denn das Laminieren in Kopierläden erfordert Fahrtkosten, mehr Zeit und ist meistens gar nicht so günstig. Die zwei Hauptgründe für ein schlechtes Laminierergebnis sind: zu dünne Laminierfolie und zu dünne Ränder. Wir tendierten zu 4 mm Rand auf jeder Seite und eine Foliendicke von mindestens 120 Mikron.

Falls man seine laminierte Beschriftung befestigen will, empfehlen wir je nach Untergrund: doppelseitiges Klebeband, Tackernadeln, Reiszwecke, Nägel oder Schrauben. Wichtig ist, dass die Metallteile nur durch den Rand gehen, da sonst der ganze Schutz vor Feuchtigkeit hinfällig ist.

Wetterfeste Klebefolie

Bedruckte Klebefolien sind prinzipiell nur auf glatten Oberflächen, wie Kunststoffplatten oder Metallplatten geeignet. Wichtig ist auch, dass Klebefolie und keine Klebeetiketten aus Papier verwendet werden. Diese würden sich bei Feuchtigkeit sofort zersetzen. Jeder der Zugang zu einem Laserdrucker hat, kann sich problemlos langlebige Beschriftungen aus Klebefolie selbst ausdrucken. Wir empfehlen im Geocaching-Bereich die wetterfesten Folien-Etiketten von Avery Zweckform. Diese kleben selbst bei Temperaturschwankungen verdammt stark und sind absolut wasserfest. Es gibt sie in A4-Größe (Artikelnummer: L4775-20) und in diversen vorgeschnittenen Größen. Obwohl sie im ersten Moment ziemlich teuer wirken – verglichen mit einer Druckdienstleistung und bezogen auf die Auftragsmenge sind die selbstbedruckten Folien in den meisten Fällen günstiger.

Scharniere

Scharniere

Sobald man in seine Behausung Türen, Klappen oder sonstige Mechanismen zum Öffnen einbaut, wird es Zeit, sich Gedanken über Scharniere zu machen. Dabei werden einige schon die Erfahrung gemacht haben, dass die Anordnung manchmal etwas schwierig sein kann. Oft ist dann die Entscheidung zwischen: „Scharnier ist an einer unschönen Stelle angebracht“ und „Tür lässt sich nicht komplett öffnen“. Im Folgenden mal die verschiedenen Dinge, die man beim Kauf und Einbau bedenken sollte:

Material des Scharniers

Einfache Scharniere gibt es in der Regel aus zwei verschiedenen Grundmaterialien. Dabei gibt es folgende Unterschiede:

Stahl (verzinkt, vermessingt)

In jedem Baumarkt gibt es Stahlscharniere mit verschiedenen Oberflächen. Diese erkennt man in erster Linie an der Farbe. Die Standardoberfläche ist die silber verzinkte (silbrig glänzend), die zweithäufigste ist die gelb verzinkte (gelblich glänzend) und dann gibt es noch die vermessingte Oberfläche. Wir haben bisher keine großen Unterschiede bezogen auf die Langlebigkeit oder Rostfreiheit feststellen können. Für alle Teile aus verzinktem oder vermessingtem Stahl gilt aber: Sobald man das Teil bearbeitet (z.B. Löcher aufbohren, sägen, schleifen) ist der Rostschutz an dieser Stelle weg und es beginnt zu korrodieren.

Edelstahl

Neben den Stahlscharnieren gibt es auch als Edelstahl gekennzeichnete Scharniere. Diese erkennt man sofort an dem höheren Preis. Ihr Vorteil ist aber: das Teil kann beliebig bearbeitet werden, ohne das es später zu Rosten beginnt. Für den Einsatz am oder im Boden (permanente Feuchtigkeit) empfehlen wir auf jeden Fall die Verwendung von Edelstahlscharnieren.

 

Einfaches Scharnier (gerolltes Scharnier)

Für die meisten Anwendungen sind einfache Scharniere genau das richtige. Man hat meistens keine aufwändige Vorbereitung und günstig sind sie auch. Für die Fixierung gibt es prinzipiell zwei Methoden: Schrauben oder Nieten. Allerdings gibt es hier verschiedene Dinge, die man beim Einbau beachten sollte. Im Grunde ist es immer eine Abwägung zwischen „Sichtbarkeit des Scharniers“, „Bearbeitungsaufwand am Grundmaterial“ und „maximaler Öffnungswinkel“. Hier die verschiedenen Montagepositionen:

Erst zu den Montagearten, bei der das Scharnier innen liegt. Diese sieht vielleicht auf den ersten Blick logisch aus, doch sie funktioniert nicht. Die Platten werden in der Ecke ineinander gedrückt und man bekommt die Tür mit viel Kraft vielleicht 45° auf. Diese Montageart macht so keinen Sinn.

 

Ab zur nächsten Montageart, bei der das Scharnier innen liegt. In diesem Fall ist der Scharnierstift (also auch der Drehpunkt) außerhalb. Wie man sieht bekommt man die Tür nun mehr als 90° auf. Allerdings hat man in beiden Richtungen einen Spalt zwischen Tür und Außenplatte, siehe rote Linien.

 

Bei dieser Version ist der Spalt weg. Der Nachteil hier ist der größere Arbeitsaufwand. Die Außenplatte muss mit einer Fräse oder Kreissäge ausgeklinkt werden, damit das Scharnier darin versenkt werden kann. Alternativ kann man natürlich statt der Außenplatte, die Tür dementsprechend ausklinken – das Ergebnis bleibt das gleiche.

 

Nun zur äußeren Montageart. Das Scharnier liegt außen und ist in der Ausgangsposition gerade. Öffnungwinkel ist 180°. Falls die Tür innen liegen soll, wird das Scharnier logischerweise seitlich angebracht – das Ergebnis bleibt aber das gleiche. Bei dieser Montageart darf natürlich eine Scharnierseite nicht breiter sein, als das Material, was oftmals schwierig ist bei dünneren Außenplatten oder Türen.

 

Das ist die einzige Variante bei der man einen Drehbereich von 270° hat. Dafür sieht sie aber etwas komisch aus. Auch verliert man etwas Auflagefläche auf der Außenfläche, was die Sache instabil machen kann. Bei dieser Variante am besten größere Scharniere verwenden. Diese Variante funktioniert natürlich auch bei innenliegender Tür.

 

 

Und nun zu guter Letzt noch eine Mischversion aus innen und außen. Hier hat man auch wieder einen Spalt zwischen Tür und Außenplatte. Je nach Optik kann man hier das Scharnier auch nach innen drehen und die Außenplatte außen ausklinken. Es wäre aber viel zu viel alle Montagearten inklusive Ausklinkungen hier zu zeigen.

Topfscharnier / Topfband

Möchte man den vollen Drehbereich, aber kein Scharnier von außen sehen, bleibt nur eine Möglichkeit: das Topfscharnier. Diese Teile kennt jeder von Möbelschränken. Die Montage eines klassischen Topfscharniers ist hierbei etwas aufwändiger. In die Tür wird ein meist 35 mm großes Sackloch gefräst und zwei Sacklöcher für die Schrauben gebohrt. Dabei beträgt die Mindestdicke der Tür meistens 12 mm. Es gibt in diesem Bereich aber auch jede Menge Scharniere aus dem Bereich für speziellere Anwendungen. So gibt es z.B. Scharniere, die man ohne Sacklock einfach auf die Platte schraubt oder welche die die Türe seitlich einklemmen (in erster Linie für Glastüren gedacht). Über die Scharnierauswahl kann man sich am besten im Baumarkt oder Internet erkundigen. Bei den „klassischen“ Topfscharnieren gibt es die folgenden drei Anschlagarten:

 

 

Stromverteiler

Stromverteiler

Wenn man viel Platz für seinen Cacheinhalt braucht und man einen Platz zum befestigen hat, sollte man auf jeden Fall mal über eine Stromverteiler-Behausung nachdenken. Natürlich ist man bei der Locationwahl dabei etwas eingeschränkt, so würden wir einen Stromverteiler z.B. eher nicht an einen Jägerstand schrauben. Allerdings bieten manche Stromverteiler optimale Vorraussetzungen um seinen Cache einzubauen.

Location

Wie schon erwähnt passen Stromverteiler natürlich nicht in jede Umgebung. Allgemein kann man aber sagen das urbane Gebiete, Industriegebiete oder Plätze direkt in der Straße gut dafür geeignet sind. Vorraussetzungen bei Stromverteilern für die Wandmontage: Eine stabile Wand. Kleinere Verteiler kann man auch gut an Laternen oder sonstigen Masten befestigen. Ziemlich frei bei der Locationwahl ist man bei der Verwendung eines Straßenverteilerkasten, welchen man praktisch überall einbetonieren kann.

Stromverteiler-Arten

Unabhängig welche Bauform der Verteiler hat, wichtig ist, dass er die richtige IP-Schutzart hat. Diese gibt in der Elektrik die Dichtigkeit gegenüber Wasser und Fremdkörper an. Dabei sollte der Verteiler mindestens eine IP44-Schutzart besitzen (=Schutz gegen allseitiges Spritzwasser + Schutz gegen Fremdkörper, die größer als 1 mm sind). Je höher die Ziffern desto widerstandsfähiger ist der Verteiler gegenüber Wasser und Fremdkörper.

Ansonsten gibt es Verteiler natürlich in allen Größen und Bauformen. Wir empfehlen allerdings Verteiler ab einer Grundfläche (BxH) von 30 cm x 30 cm aus Stahl zu verwenden, da Kunststoff bei viel Benutzung schnell bricht. Ausnahme sind hierbei die Verteiler aus Fiberglas. Grob kann man die verschiedenen Arten in die folgenden Kategorien einteilen:

Abzweigdosen/Verteilerdosen

Diese gibt es neben der bekannten rechteckigen Abzweigdose (75 mm x 75 mm) in allen möglichen Größen. Der Deckel ist hierbei entweder verschraubt oder nur drauf gesteckt. Als Cacheversteck sind sie aber nur bedingt geeignet, da bei den schraublosen Deckeln die Dichtung oft versagt und man bei den verschraubten logischerweise Werkzeug braucht. Preislich liegen sie eher im unteren Segment.

Stromverteiler mit Hutschiene

Stromverteiler mit Hutschienen erkennt man immer am aufklappbaren Sichtfenster, wo sich normalerweise Schutzschalter oder Relais befinden. Dieses Sichtfenster kann man aber durchaus als Zugang zum Logbuch nutzen. Allerdings muss man den Verteiler innen etwas ausbauen oder das Loch vergrößern, da es sonst etwas fummlig werden könnte. Da diese Verteiler auch nicht so richtig als Geocache geeignet sind, findet man sie auch relativ selten. Wollten sie euch trotzdem nicht vorenthalten 😉

Industriegehäuse / Leergehäuse / Verteilerschrank / Schaltschrank

Unter diesen Namen findet man die wohl geeignetsten Verteiler für Geocaches. Sie sind komplett leer und haben eine wasserdicht verschließbare Türe. Es gibt sie in den Größen von 20 x 20 cm bis 120 x 150 cm. Innen befinden sich meist Schrauben oder kleine Halterungen um den Innenausbau zu fixieren. Durch den guten Schutz gegen die Witterung bleiben einem beim Innenausbau praktisch alle Optionen offen. Ob diffizile Elektroniken, Modellbaulandschaften oder Mechaniken – man hat bei so einem Verteiler die optimale Grundlage für langlebige Verstecke.

Wer sich so einen Verteiler zulegen möchte, wird schnell merken das man bei den meisten Lieferanten oder Baumärkten tief in die Tasche greifen muss. Ein gute Plattform für günstige Industriegehäuse ist ebay. Dort gibt es einige Anbieter, die sich auf günstige No-Name Produkte spezialisiert haben, welche den Markenprodukten meist in nichts nachstehen. Hier ein Angebot mit mehreren Konfigurationsmöglichkeiten.

 

Kunststoffplatten

Kunststoffplatten

Ob man sie als Sichtscheibe verwendet, als Untergrund für Klebefolien einsetzt oder gleich die komplette Dose daraus baut: Irgendwann verarbeitet man seine erste Kunststoffplatte in einem Geocache. Dabei kennen die wenigsten die Unterschiede der verschiedenen Kunststoffarten geschweige denn deren Einsatzzweck. Es fallen dabei Begriffe wie Plexiglas, Makrolonplatte oder Modellbauglas. Um das alles mal ein bisschen zu ordnen, gibt es hier mal eine Übersicht:

Polystrol

Bezeichnungen: PS, Bastlerglas, Hobbyglas, PS-Platte

Für Außen geeginet Preis Transparent verfügbar Bruchsicherheit
Nein Gering Ja Gering

Diese Kunststoffplatten gibt es inzwischen fast in jedem Baumarkt zu kaufen. Es sind die günstigsten Platten, die es auch in transparenter Ausführung gibt. Allerdings sind Polystrolplatten nicht UV-beständig und daher nicht dauerhaft für den Außeneinsatz geeignet. Außerdem ist die Bruchgefahr etwas höher, als bei den anderen Platten. Deshalb auch bei der Verarbeitung lieber etwas vorsichtiger sein. Es spricht überhaupt nichts für die Verwendung als Sichtscheibe, eingebaut in einem Cachebehälter.

Acrylglas

Bezeichnungen: Plexiglas, Acrylplatte, PMMA

Für Außen geeginet Preis Transparent verfügbar Bruchsicherheit
Ja Mittel Ja Mittel

Hinter dem allbekannten Begriff „Plexiglas“ steckt der Kunststoff mit dem klangvollen Namen Polymethylmethacrylat. Acrylglasplatten werden im Baumarkt oft als „Außen-Kunststoffplatten“ verkauft, da sie im Gegensatz zu Polystrol UV-beständig sind. Preislich ist Acrylglas etwas höher angesetzt als Polystrol. Es gibt hier eine bunte Auswahl an eingefärbten und strukturierten Acrylglasplatten. Acrylglas ist zwar etwas zäher als Polystrol, kann aber bei falscher Handhabung auch schnell brechen.
Beispiele für die Verwendung: Schutzscheibe in Infotafeln, Grundplatte für bedruckte Verkehrsschilder, dekorative Verwendung in der Modellbauwelt.

ABS

Für Außen geeginet Preis Transparent verfügbar Bruchsicherheit
Ja Mittel Nein Mittel bis Hoch

ABS-Platten werden häufig im Modellbau verwendet, da man sie einfach bearbeiten kann. Preislich sind sie ziemlich gleich mit Acrylglasplatten. Man bekommt sie im Baumarkt, in Modellbaugeschäften und natürlich im Internet. ABS ist deutlich schlagfester und belastbarer als Acrylglas. ABS-Platten sind für außen geeignet, allerdings kann es bei viel Sonneneinstrahlung irgendwann zu Verfärbungen kommen. Wenn es nicht transparent sein muss, sind diese Platten eine perfekte Alternative zum Acrylglas.

Polycarbonat

Bezeichnungen: Makrolon, PC-Platte

Für Außen geeginet Preis Transparent verfügbar Bruchsicherheit
Ja Hoch Ja Hoch

Die meisten Baumärkte haben diese Platten nicht im Programm, da sie relativ teuer sind und eher zu „Industrieware“ gehören. Neben POM ist es der stabilste und bruchsicherste Kunststoff, den es gibt. Er lässt sich sogar wie Metallplatten verbiegen und behält dann auch die Form. Wenn man besonders stabile Sichtfenster bauen will, ist das hier das richtige. Die hohe Stabilität hat auch seinen Preis. Polycarbonat ist ca 2-3 mal so teuer wie Acrylglas.

PVC

Bezeichnungen: Hartschaumplatte, PVC-Platte, Forex-Platte

Für Außen geeginet Preis Transparent verfügbar Bruchsicherheit
Ja Gering Nein Hoch

Diese Platten sind sehr leicht, biegsam und damit auch ziemlich bruchsicher. Die meisten Baumärkte haben diese Platten auch im Programm. Es gibt sie nicht in transparent, da sie im Grunde aus Schaum bestehen. Da sie ziemlich weich sind, sind sie nicht für stabile Konstruktionen geeignet. Sie lassen sich auch ziemlich leicht verarbeiten – zum Zuschneiden reicht ein einfaches Teppichmesser.

POM

Bezeichnungen: Delrin, POM-C

Für Außen geeginet Preis Transparent verfügbar Bruchsicherheit
Ja Hoch Nein Hoch

POM wird in erster Linie für Präzisionsteile aus Kunststoff wie z.b. Zahnräder oder Mechaniken verwendet. Es gibt POM auch in Plattenform in den Farben natur (hellbeige) und schwarz. Es lässt sich sehr gut mit einer Fräse oder einem Laser verarbeiten und ist sehr stabil. Im Geocaching-Bau kann man es z.b. für rostfreie Mechaniken oder als stark beanspruchte Halteplatte einsetzen.

Klebstoffe & Klebebänder

Klebstoffe & Klebebänder

Wenn man versucht, im Internet oder Baumarkt etwas über Kleber und deren Anwendung herauszufinden, ist man schnell überfordert. Bei uns hat es jahrelange Tests und Misserfolge gebraucht um zu wissen, welchen Kleber man für was verwenden sollte. Wir halten dabei überhaupt nichts von „Konsumer“-Kleber mit Werbeaufdrucken von Tesa oder Uhu im Baumarktregal. Diese sind meist ziemlich überteuert und kleben auch teilweise schlechter als „Industrieware“. Hier mal ein Überblick über verschiedene Kleber-Typen und deren Anwendung:

Klebstoffe

Epoxydharz

Eigenschaften: wird sehr hart, optimal zum eingießen, sehr flüssig beim Verarbeiten

Anwendungsbeispiele: Infozettel in PETlinge eingießen, Stages aus glasfaserverstärktem Kunststoff, eingießen von Elektroniken

Einige kennen ihn vielleicht bei der Verarbeitung von Glasfasermatten. Prinzipiell ist es das beste Mittel, wenn es ums eingießen von Elektroniken oder sonstigen Gegenständen geht. Wenn man es richtig anmischt und lange austrocknet, wird das Harz so durchsichtig wie Glas. Zum Verkleben zweier Materialien ist es nur bedingt geeignet, da das Harz auf glatten Oberflächen und weicheren Materialien (z.B. Holz, Forexplatte) nicht dauerhaft klebt. Dies liegt daran dass Epoxydharz sehr hart wird und sich schon bei kleinster Bewegung oder Erschütterung vom Material löst oder auseinander bricht. Bitte lasst bei Epoxydharz die Finger von Einmal-2K-Spritzen oder Mischsets von Uhu. Da liegt der Literpreis beim 10-20-fachen von normalen Industrieharz. Hier ein Beispiel für ein geruchsfreies Standard Industrieharz, erhältlich beim Conrad.

Acrylatkleber

Eigenschaften: klebt hervorragend auf Metallen und ABS, spaltfüllend, bedingt für außen geeignet

Anwendungsbeispiele: ABS Platten zusammenkleben, Metallschilder anbringen

Der 2-Komponenten-Acrylatkleber ist etwas zäher als Epoydharz und daher perfekt für Kunststoffplatten (vor allem ABS) und Metalle geeignet, da er nicht springt oder bricht. In der Expressversion (z.B. Stabilit Express von Pattex) ist er nach 30 Minuten ausgehärtet. Nachdem er angerührt ist, trägt man ihn am besten mit einer Spachtel auf. Für die Außenanwendung ist er nur bedingt geeignet – am besten man testet vorher die Materialkombination bei einer Probeklebung. Allerdings liegt er preislich deutlich höher als Epoxydharz. Falls man größere Flächen zu kleben hat, empfehlen wir eher den MS Polymer Kleber.

Silikon

Eigenschaften: bleibt elastisch und gummig, auch gut zum eingießen, gut zum Abdichten, erhältlich in verschiedenen Farben

Anwendungsbeispiele: Abdichten von PVC-Rohren, eingießen von Elektroniken

Der wohl günstigste „Kleber“ haftet gut auf glatten Oberflächen wie z.b. PVC-Rohre oder Metallplatten. Allerdings sind die Ergebnisse beim einfachen Verkleben optisch nicht wirklich ein Highlight, da man in der Regel viel Silikon braucht. Am besten funktioniert Silikon natürlich beim Abdichten. Nutzt man Silikon um Elektroniken einzugießen, muss man unbedingt darauf achten, dass man N-Silikon verwendet (dieses riecht nicht nach Essig). Obwohl es ja eigentlich vor Wasser abdichten soll, gibt es bei verschiedenen Materialien den Effekt, dass sich Wasser in den Klebe-Zwischenräumen sammelt. Bei den einzelnen Silikon-Typen haben wir bis jetzt noch keinen großen Unterschied feststellen können. Am besten das günstigste aus dem Baumarkt kaufen…

MS Polymer Kleber / Dichtmasse

Eigenschaften: elastisch, aber etwas fester als Silikon, hält auf fast allen Oberflächen

Anwendungsbeispiele: universell einsetzbar beim Verkleben verschiedener Materialien, wie z.B. Kunststoff auf Metall

Unser Favorit wenn es um die Montage oder Verklebung von verschiedenen Materialien geht. Es hält auf fast jeder Oberfläche und lässt sich fast nicht mehr entfernen. Durch das Verfugen lassen sich z.b. auch Alustäbe auf glatte Flächen kleben. Es ist absolut wasser– und witterungsfest sowie UV-Beständig.
Hier haben wir bei den einzelnen Herstellern Unterschiede feststellen können. Mit am besten hält die schwarze Dichtmasse von Liqui Moly (Nummer 8200). Transparente Dichtmasse wird mit der Zeit gelblich und schaut dann nicht mehr so ordentlich aus, daher würden wir prinzipiell schwarze Dichtmasse empfehlen. Da die Dichtmasse aus dem KFZ-Bereich kommt, bezieht man sie am besten vom Autoteile-Händler oder im Internet.

Heißkleber

Eigenschaften: elastisch, keine Trocken-/Aushärtezeit, klebt hervorragend auf Kunststoffen, Heißklebepistole benötigt

Anwendungsbeispiele: für Dekorationen in einer Dose, Kabelfixierung

Die meisten werden sicherlich mit Heißkleber schonmal hantiert haben. Startersets mit der benötigten Heißklebepistole gibt es inzwischen in jedem Baumarkt für unter 30 €. Wer sich eine langlebige und hochwertige Heißklebepistole zulegen will, sollte mal bei der Firma Bühnen vorbeischauen.
Heißkleber ist unserer Meinung nach nicht für den permanenten Außeneinsatz geeignet. Er löst sich bei Witterung gerne mal ab. Für den Einsatz im trockenen ist es aber das Allzweckmittel für schnelle Klebearbeiten. Will man z.b. eine Dose oder einen Behälter innen mit Kunststoff oder Holzteilen dekorieren ist das die beste Wahl. Nicht gut kleben tut er auf blanken Metallflächen und Pressspanplatten.

Sekundenkleber + Kombifüller

Eigenschaften: hält auf fast allen Materialien, extrem hart, beste Reparatureigenschaften

Anwendungsbeispiele: für die schnelle Reparatur von Brüchen und Spalte, Fixierung von kleinen Bauteilen

Die Kombination aus Sekundenkleber und Kombifüller ist wohl die schnellste und einfachste Art gebrochene Teile zu Reparieren. Erst den Kombifüller auftragen und anschließend mit Sekundenkleber übergießen. Aushärtezeit ist meist weniger als 10 Sekunden. Alternativ zum Kombifüller, kann man auch einfach Sand verwenden. Für die optimale Langlebigkeit muss man die Klebestelle dann zusätzlich noch vor Witterung schützen, z.B. mit Dichtmasse oder Epoxydharz.

 

Doppelseitige Klebebänder

Prinzipiell sollten mit doppelseitigen Klebebändern nur leichte und flache Gegenstände verklebt werden, wie z.B. Plättchen, Folien oder laminierte Zettel. Generell gilt auch: Die Oberflächen müssen vor dem Verkleben absolut fettfrei und trocken sein. Am besten gehts mit Spiritus oder Isopropylalkohol. Wir würden bei den doppelseitigen Klebebändern eher auf die Industrieware setzen und uns vom tesa-Baumarktregal fern halten.

Polyesterklebeband

Eigenschaften: klebt ausschließlich auf glatten Flächen, extrem stark, witterungsbeständig

Anwendungsbeispiele: laminierte Zettel anbringen, leichte Teile auf Kunststoff- oder Metallplatten verkleben

Im Gegensatz zu den bekannten beigen Klebebändern ist dieses sehr dünn und transparent. Es hat eine sehr hohe Klebekraft auf glatten Flächen, wie Kunststoffplatten, Aluminiumplatten oder Folien. Je rauer die Oberfläche wird, desto schlechter klebt das Band. Diese Bänder gibt es meines Wissens nur in Fachmärkten und im Internet. Bei tesa hat es die Nummer 4965 und wird in vielen verschiedenen Breiten angeboten. Wir kennen kein Doppelseitiges aus dem Baumarktregal, welches an die Klebekraft von diesem Band herankommt.

Spiegelklebeband

Eigenschaften: für raue Oberflächen geeignet, teilweise witterungsbeständig

Anwendungsbeispiele: dünne Platten oder Folien auf Holz verkleben, Filz oder Teppich verkleben

Wo das Polyesterband aufhört zu kleben, fängt das Spiegelklebeband an. Es ist allerdings nur bedingt für den Außeneinsatz geeignet. Bei höheren Temperaturen wird der Schaum in diesem Klebeband weich und beginnt sich zu lösen. Auch bei Nässe kann es in bestimmten Material-Kombinationen die Klebekraft verlieren. Das Spiegelklebeband sollte mindestens eine Dicke von 1 mm haben. Durch die schaumige Struktur passt es sich der rauen Oberfläche an und hat damit mehr Angriffsfläche als ein dünneres Band.

Magnete

Magnete

Spätestens wenn man im urbanen Bereich unterwegs ist, trifft man regelmäßig auf Caches mit verbauten Magneten. Man erlebt dabei die wildesten Konstruktionen und wenn man Pech hat, hat sich der Magnet schon von der Dose getrennt. Die hohe Kunst beim Verbauen von Magneten ist: Wie bleibt der Magnet am Cache?

Magnet-Typen

Bevor es zur Fixierung geht, sollte man sich für einen Magnet aus dem richtigen Material entscheiden. Eine universelle Größenauswahl gibt es hierbei bei Ferrit-Magneten und Neodym-Magneten. Ferrit-Magnete sind um einiges schwächer als Neodym-Magnete, haben aber den Vorteil, dass sie rostfrei sind. Die meisten Neodym-Magnete sind aber auch mit einer rostschützenden Schicht überzogen und können daher auch ohne Probleme außen eingesetzt werden. Da man für die Magnetkraft von Neodym-Magneten ungefähr die 5-fache Menge an Ferrit-Magneten braucht, raten wir beim Cachebau prinzipiell zu den teureren Neodym-Magneten.

Fixierung von scheiben-, stab und quaderförmigen Magneten

Am stabilsten wäre in jedem Fall den Magnet zu verschrauben. Dies funktioniert logischerweise nicht bei einfachen geometrischen Formen und wenn dann nur sehr umständlich über mehrere Schrauben oder zusätzliche Halteplatten. Hier ein paar Vorschläge, wie man es machen kann:

Schrumpfschlauch oder Klebeband

Gerade für die Fixierung an einem PETling, Filmdose oder sonstigen kleineren Behältern, bietet sich die komplette Verpackung in Schrumpfschlauch oder Klebeband an. Dabei würden wir den Schrumpfschlauch vorziehen, da sich die meisten Klebebänder bei Feuchtigkeit lösen und außerdem Schrumpfschläuche formstabil bleiben.

Klebstoff

Magnete zu verkleben ist ein sehr schwieriges Thema. Die Temperaturwechsel, die schlagartigen Bewegungen beim Positionieren und die glatte Oberfläche sind sehr schlechte Voraussetzungen für diverse Kleber. Epoxydharz hat bisher mit am längsten gehalten, aber im Winter ist das Harz immer auseinander gebrochen und der Magnet war lose. Silikon war zu weich und außerdem hat das Wasser in den Ritzen den Magnet zum Rosten gebracht. Die besten Ergebnisse erzielt man mit Karosseriekleber. Der als MS Polymer oder Dichtmasse verkaufte Kleber hat die besten Voraussetzungen für die Fixierung von Magneten: er ist ziemlich fest, aber trotzdem etwas elastisch und federt so die Schläge ab. Außerdem haftet er auf fast jedem Material und bildet keine Ritzen auf glatten Materialien. Der Magnet sollte hierbei von allen Seiten verklebt werden – also komplett umschlossen sein.

Doppelseitiges Klebeband

Kann man eigentlich vergessen. Die meisten doppelseitigen Klebebänder sind nicht für den Außeneinsatz geeignet. Aber selbst wenn man den Magnet z.B. innen in eine Dose klebt, hat man durch die kleine Grundfläche des Magneten dementsprechend auch wenig Klebefläche, auf die aber hohe Kräfte wirken. Am ehesten funktionieren „schaumige“ doppelseitige Klebebänder, wie z.B. Zierleistenbänder oder Acryl-Klebebänder auf Magnetplatten oder starker Magnetfolie.

 

Fixierung von Magneten mit Bohrungen

Es gibt mittlerweile eine gute Auswahl an rechteckigen oder runden Magneten mit gesenkten Bohrungen in der Mitte. Diese Magnete können ganz einfach mit Schrauben oder Nieten fixiert werden und halten praktisch so ein Leben lang. Eine gute Auswahl gibt es beim magnet-shop.net. Achtung aber beim Nieten der Magnete: Neodym ist nicht sehr zäh und bricht leicht, sobald Druck darauf ausgeübt wird – deshalb lieber einen kleineren Nieten-Durchmesser verwenden. Nutzt man Neodym-Magnete um in einem Cache etwas zusammen zu halten (z.B. die Tür an einem Vogelhaus), reicht meistens ein Magnet plus magnetisches Gegenstück (z.B. Schraube) völlig aus. Zum Beispiel braucht es bei zwei 10 mm Ringmagneten eine Kraft von fast 2 kg, um diese wieder zu lösen. Das ist natürlich für die meisten Anwendungen zu viel.

 

Zahlenschlösser

Zahlenschlösser

Sobald man aufwändigere Konstruktionen in den Wald zimmert, kommt man irgendwann um Zahlenschlösser nicht mehr herum. Es stellt sich aber oft die Frage, welches Schloss man verbaut bzw. wie viel Geld man ausgeben möchte. Im Folgenden zeigen wir ein paar gängige Modelle von ABUS und unsere Erfahrung damit:

ABUS 145/30

  • günstigstes Modell von ABUS (7 € – 9 €)
  • erhältlich in acht verschiedenen Farben
  • 1.000 Kombinationsmöglichkeiten
  • Aluminiumgehäuse, daher außen korrosionsbeständig
  • 5 mm staker Bügel

Wir empfehlen dieses Modell nicht dauerhaft dem Regen auszusetzen. Die innenliegende Mechanik ist nicht rostfrei und hält im Regen nur ca. 6-9 Monate. Wird das Schloss aber vor direktem Regen geschützt, kann es ziemlich lange halten. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Code mit einer falschen Handbewegung von Cachern leicht verstellt werden kann.

 

ABUS 165/40, ABUS 165/30

  • der „Klassiker“ bei Cachekonstruktionen
  • gute Preis/Leistung (10 € – 15 €)
  • 1.000 oder 10.000 Kombinationsmöglichkeiten
  • sehr stabiler Bügel und massives Messinggehäuse
  • 6 mm staker Bügel

Obwohl es von ABUS nicht als wetterfest angegeben wird, hält es trotzdem sehr lange beim Außeneinsatz. Auch hier empfiehlt es sich, das Schloss nicht direkt dem Regen auszusetzen. Ein bekanntes Problem bei diesen Schlössern ist der Bügel, der schon bei leichter Korrosion ziemlich schwergängig wird. Alles in allem ist es ein robustes Universalschloss, welches ein gutes Preis/Leistungsverhältnis besitzt.

 

ABUS 180IB/50

  • sehr robust und 100% wasserfest
  • kostspieligere Variante (24 € – 28 €)
  • 10.000 Kombinationsmöglichkeiten
  • Codeänderung nur mit speziellem Schlüssel möglich
  • 8 mm staker Bügel

Dies ist wohl der Geländewagen unter den Zahlenschlössern. Es besteht zu 100% aus nicht-rostenden Materialien und ist daher bedenkenlos im Regen einsetzbar. Wir hatten es bei einem Cache sogar mehrere Monate unter Wasser im Einsatz und es funktionierte danach immer noch. Einziges Manko sind die schwergängigen Zahlenräder. Dies liegt einerseits daran, dass nur ein Viertel des Zahlenrads zugänglich ist und das sich die Räder in eine Richtung besser drehen lassen, als in die andere. Ab und zu sollte man das Schloss deswegen nachschmieren. Was manchmal etwas irritierend sein kann, ist das dieses Schloss sich nicht automatisch entriegelt. Nachdem man den Code eingegeben hat, muss man das Schloss zusammendrücken und erst beim Loslassen entriegelt der Bügel. Wir haben fast ausschließlich dieses Modell im Einsatz und sind sehr zufrieden damit.

 

Wenn ihr Erfahrungen mit anderen Zahlenschlössern gemacht habt, schreibt uns einfach, dann werden wir dieses Modell hier mit aufnehmen.

Holzschutz

Holzschutz

Um seine Konstruktion noch langlebiger zu bauen, kommt man um einen zusätzlichen Holzschutz nicht herum. Hierbei gibt es verschiedene Methoden, wie man das Holz behandeln kann. In erster Linie geht es darum, dass kein Wasser in das Holz einziehen kann und dass das Holz nicht schimmelt oder verrottet. Bei der Verwendung von teuren, wasserfest verleimten Multiplexplatten besteht zumindest keine Gefahr, dass die Platten aufquellen, wenn man keinen Holzschutz verwendet. Da aber nach einiger Zeit auch Multiplexplatten zum schimmeln anfangen würden, empfiehlt es sich, auch diese Platten zu lasieren.

Hier mal eine Übersicht der verschiedenen Methoden:

Farben und Lacke

Eine recht einfache Methode ist der Anstrich mit Holzfarbe oder Holzlack. Der Vorteil ist hierbei, dass man die freie Farbwahl hat. Allerdings haben Farben und Lacke im Außenbereich den großen Nachteil, dass sie nach einiger Zeit absplittern und somit das blanke Holz durchkommt. Wir halten daher Farben und Lacken im Außenbereich für wenig geeignet.

Holzöle

Diese Art des Holzschutzes ist schon um einiges langlebiger und besser für das Holz. Der Unterschied zu Farben ist, dass Holzöle in die Oberfläche des Holzes einziehen und hier wasserabweisend wirken. Prinzipiell bleibt das Aussehen der Holzoberfläche hierbei auch erhalten. Je dicker die Schicht, desto dunkler und glänzender wird die Oberfläche. Zusätzlich gibt es aber auch Holzöle in verschiedenen Farben, z.b. Rotzeder oder Eiche. Ein großer Nachteil der Holzöle ist aber, dass man sie alle ein bis zwei Jahre nachstreichen muss. Außerdem verhindern die meisten Holzöle nicht die Schimmelbildung an der Oberfläche.

Holzlasuren

Der Klassiker des Holzschutz ist die Holzlasur. Für Geocachingkonstruktionen unbedingt darauf achten, dass eine Holzlasur für den Außenbereich verwendet wird. Hier gibt es sehr viel verschiedene Farbtöne, welche auch mischbar sind (sofern sie von der gleichen Marke sind). Es gibt sie deckend wie Lacke und transparent wie Öle. Auch sie sind wasserabweisend und in den meisten Fällen schützen sie das Holz auch vor Schimmel und Verrottung. Eine weitere Unterscheidung ist der angegebene Langzeitschutz, welcher bis zu zwölf Jahre betragen kann. Eine besondere Art der Holzlasur ist die sogenannte „Einmal-Holzschutzlasur“, welche man dann tatsächlich nicht mehr nachlasieren muss.

Nach vielen Tests und Versuchen hat sich eine Holzlasur besonders bewährt. Vom Hersteller Osmo gibt es Einmallasuren für den Außenbereich in verschiedenen Farbtönen. Diese sind natürlich auch etwas teurer, aber wenn man die gewonnene Langlebigkeit bedenkt, macht sich diese Lasur auf jeden Fall bezahlt.

Verarbeitung

Beim Anstrich unbedingt darauf achten, dass alle Oberflächen und Seitenflächen behandelt werden. Auch die regenabgewandten Seiten (z.b. das Innere eines Nistkastens) sollten mitbehandelt werden, da die Luftfeuchtigkeit ausreicht, um das Holz aufquellen zu lassen. Auch Löcher durch das Holz (z.b. Löcher für Kabelbinderfixierung) sollten innenseitig behandelt werden, da sich hier gerne das Wasser sammelt.

Holzplatten im Cachebau

Holzplatten im Cachebau

Ob Nistkasten, Insektenhotel oder Gartenhütte – manchmal stellt sich einfach die Frage: Welches Holz verwendete ich für welchen Zweck?
Wir möchten hier ein paar Tipps geben, auf was man achten muss, wenn man wartungsfreie und langlebige Verstecke aus Holz bauen will.

Vieles was wir heutzutage aus Holz kennen, ist aus Platten und nicht aus Massivholz/Leimholz gefertigt, so auch beim Cachebau. Das hat einerseits den Grund, dass aufgrund des Durchmessers der Bäume keine Massivhölzer breiter als ca. 30 cm sein können. Andererseits sind Holzplatten formbeständiger und günstiger.

 

Hier mal eine Übersicht gängiger Holzplatten-Arten mit deren Eigenschaften:

 

Spanplatte/MDF/OSB

Zu den günstigsten Holzplatten gehören Spanplatten, MDF und OSB Platten. 90% aller Holzmöbel bestehen im Kern aus Spanplatten und sind dann mit Kunststoff oder Furnier beklebt. Diese Platten sind nur für den Inneneinsatz gedacht, daher ungeeignet für den Cachebau. Durch die lockere Struktur würden sie sich sofort mit Feuchtigkeit vollsaugen und aufquellen. Die einzige Ausnahme wären hier evtl. MDF-Platten, wenn sie nicht direkt Regen oder Schnee ausgesetzt sind.

 

Einfache Sperrholzplatten

Der Klassiker im Holzbau sind die vielseitig einsetzbaren Sperrholzplatten. Hierbei gibt es wiederum verschiedene Arten. Das wichtigste Merkmal ist aber, dass Sperrholzplatten aus mindestens drei Schichten bestehen. Diese Platten sind sehr formstabil, gut zu verarbeiten und verhältnismäßig günstig. Für die meisten Anwendungen im Cachebau sind diese Platten perfekt geeignet. Typische Stärken sind hierbei 8, 10 oder 12 mm. Im Baumarkt findet man sie unter den Namen Sperrholzplatte, Tischlerplatte oder Furnierplatte.

 

Multiplexplatte

Multiplex-Holzplatten fallen auch unter Sperrholzplatten, sind aber deutlich stabiler und bestehen aus mehreren gleichstarken Holzlagen. Für besonders stabile Verstecke oder Konstruktionen sind diese Platten genau das Richtige. Die meisten Baumärkte bieten wasserfest-verleimte Multiplexplatten an, welche theoretisch auch nicht mehr lasiert werden müssen. Eine besondere Art der Multiplexplatten sind die Siebdruckplatten. Diese haben auf beiden Seiten wasserabweisende Kunststoffschichten und werden auch als wasserfeste Holzplatten verkauft. Multiplex- und Siebdruckplatten sind hierbei um einiges teurer als einfache Sperrholzplatten.