Monat: November 2017

Magnete

Magnete

Spätestens wenn man im urbanen Bereich unterwegs ist, trifft man regelmäßig auf Caches mit verbauten Magneten. Man erlebt dabei die wildesten Konstruktionen und wenn man Pech hat, hat sich der Magnet schon von der Dose getrennt. Die hohe Kunst beim Verbauen von Magneten ist: Wie bleibt der Magnet am Cache?

Magnet-Typen

Bevor es zur Fixierung geht, sollte man sich für einen Magnet aus dem richtigen Material entscheiden. Eine universelle Größenauswahl gibt es hierbei bei Ferrit-Magneten und Neodym-Magneten. Ferrit-Magnete sind um einiges schwächer als Neodym-Magnete, haben aber den Vorteil, dass sie rostfrei sind. Die meisten Neodym-Magnete sind aber auch mit einer rostschützenden Schicht überzogen und können daher auch ohne Probleme außen eingesetzt werden. Da man für die Magnetkraft von Neodym-Magneten ungefähr die 5-fache Menge an Ferrit-Magneten braucht, raten wir beim Cachebau prinzipiell zu den teureren Neodym-Magneten.

Fixierung von scheiben-, stab und quaderförmigen Magneten

Am stabilsten wäre in jedem Fall den Magnet zu verschrauben. Dies funktioniert logischerweise nicht bei einfachen geometrischen Formen und wenn dann nur sehr umständlich über mehrere Schrauben oder zusätzliche Halteplatten. Hier ein paar Vorschläge, wie man es machen kann:

Schrumpfschlauch oder Klebeband

Gerade für die Fixierung an einem PETling, Filmdose oder sonstigen kleineren Behältern, bietet sich die komplette Verpackung in Schrumpfschlauch oder Klebeband an. Dabei würden wir den Schrumpfschlauch vorziehen, da sich die meisten Klebebänder bei Feuchtigkeit lösen und außerdem Schrumpfschläuche formstabil bleiben.

Klebstoff

Magnete zu verkleben ist ein sehr schwieriges Thema. Die Temperaturwechsel, die schlagartigen Bewegungen beim Positionieren und die glatte Oberfläche sind sehr schlechte Voraussetzungen für diverse Kleber. Epoxydharz hat bisher mit am längsten gehalten, aber im Winter ist das Harz immer auseinander gebrochen und der Magnet war lose. Silikon war zu weich und außerdem hat das Wasser in den Ritzen den Magnet zum Rosten gebracht. Die besten Ergebnisse erzielt man mit Karosseriekleber. Der als MS Polymer oder Dichtmasse verkaufte Kleber hat die besten Voraussetzungen für die Fixierung von Magneten: er ist ziemlich fest, aber trotzdem etwas elastisch und federt so die Schläge ab. Außerdem haftet er auf fast jedem Material und bildet keine Ritzen auf glatten Materialien. Der Magnet sollte hierbei von allen Seiten verklebt werden – also komplett umschlossen sein.

Doppelseitiges Klebeband

Kann man eigentlich vergessen. Die meisten doppelseitigen Klebebänder sind nicht für den Außeneinsatz geeignet. Aber selbst wenn man den Magnet z.B. innen in eine Dose klebt, hat man durch die kleine Grundfläche des Magneten dementsprechend auch wenig Klebefläche, auf die aber hohe Kräfte wirken. Am ehesten funktionieren „schaumige“ doppelseitige Klebebänder, wie z.B. Zierleistenbänder oder Acryl-Klebebänder auf Magnetplatten oder starker Magnetfolie.

 

Fixierung von Magneten mit Bohrungen

Es gibt mittlerweile eine gute Auswahl an rechteckigen oder runden Magneten mit gesenkten Bohrungen in der Mitte. Diese Magnete können ganz einfach mit Schrauben oder Nieten fixiert werden und halten praktisch so ein Leben lang. Eine gute Auswahl gibt es beim magnet-shop.net. Achtung aber beim Nieten der Magnete: Neodym ist nicht sehr zäh und bricht leicht, sobald Druck darauf ausgeübt wird – deshalb lieber einen kleineren Nieten-Durchmesser verwenden. Nutzt man Neodym-Magnete um in einem Cache etwas zusammen zu halten (z.B. die Tür an einem Vogelhaus), reicht meistens ein Magnet plus magnetisches Gegenstück (z.B. Schraube) völlig aus. Zum Beispiel braucht es bei zwei 10 mm Ringmagneten eine Kraft von fast 2 kg, um diese wieder zu lösen. Das ist natürlich für die meisten Anwendungen zu viel.

 

Die Werkstatt: Grundausstattung

Die Werkstatt: Grundausstattung

Wir hören auf Events immer wieder Sätze wie „Ich würde ja gerne mal was besseres basteln, aber ich habe einfach keinen Zugang zu ordentlichen Werkzeugen…“ oder „Mir fehlt’s einfach am Platz und an der Werkstatt…“. Dabei sind wir vollkommen überzeugt, dass man auch was ordentlich zuhause auf’m Küchentisch basteln kann. Wenn der nicht ausreicht, gibt es auch sehr gute freie Werkstätten, Bastel-Cafés oder Treffpunkte im Maker-Bereich. Man muss sich halt einfach überwinden…

Falls jemand vor hat, nach dem Abendessen den Küchentisch für wichtige Sachen zu nutzen oder sich im Hobbyraum oder Keller eine Werkstatt einrichten will, der bekommt hier ein paar Tipps für Maschinen und Werkzeuge. Dabei sind wir der Meinung, dass man sich bei der Wahl der Werkzeuge immer auf ein gutes Mittelmaß einigen sollte. Es gibt inzwischen genügend professionelle Werkzeuge, die ein hervorragendes Kosten/Nutzen-Verhältnis haben.

Messwerkzeuge

Neben den klassischen Handwerkzeugen (Zange, Schraubendreher, Hammer, Schraubenschlüssel) sollten auf jeden Fall ein paar Messwerkzeuge dabei sein. Neben dem Meterstab machen durchaus ein paar Winkel Sinn. Ein ziemlich universelles und praktisches Gerät ist auch der Anreiß-Messschieber bzw. das Streichmaß. Man nimmt ihn her um z.b. Löcher anzuzeichnen oder um Teile genau anzuordnen.

Handsäge

Für die meisten Sägearbeiten sollte eine elektrische Säge verwendet werden, da es sehr viel Übung braucht, um mit Handsägen größere saubere Schnitte hinzubekommen. Für Aussparungen, Ausklinkungen und kleinere Abschnitte ist man manchmal besser dran, wenn man eine Handsäge verwendet. Am besten funktioniert es mit einer sogenannten Japansäge mit einem dünnen Blatt (<1 mm). Der Unterschied zu europäischen Sägen ist, dass diese auf Zug schneidet und nicht auf Druck. Damit kann man die Säge besser führen und hat in der Regel recht schnell gute Erfolge damit. Außerdem kann man mit ihr auch ohne Probleme Kunststoffe schneiden.

Akkuschrauber

Ohne einen Akkuschrauber geht heutzutage nichts mehr. Wer einen soliden Akkuschrauber hat, braucht auch keine Handbohrmaschine mehr. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Akkuschrauber ein Schnellspannfutter besitzt, damit auch Standardbohrer eingespannt werden können. Obwohl es inzwischen viele gute kompakte Akkuschrauber gibt, ist unserer Meinung nach der Makita DF330DWE vom Preis-/Leistungsverhältnis ungeschlagen.

Zum Akkuschrauber empfiehlt sich ein Bit-Set mit Magnethalter. Der Magnethalter sorgt dafür, dass die Schraube beim Ansetzen von selbst gehalten wird. Außerdem sollte natürlich ein Bohrersatz nicht fehlen. Wer wert auf genaue Löcher im Holz legt, sollte sich neben einem Universal-Bohrersatz auch einen Satz Holzbohrer zulegen, welche auch wunderbar in den meisten Kunststoffen funktionieren.

Zur Grundausstattung gehört unserer Meinung nach auch ein Satz Forstnerbohrer/Astlochbohrer mit den Größen 15 mm bis 35 mm. Diese sind um einiges leichter in der Handhabung als Lochsägen und lassen sich in jeden Akkuschrauber mit 10 mm-Spannfutter spannen.

Spannen und Fixieren

Gerade beim Bohren in härteren Materialen wird es ohne Schraubstock irgendwann nur noch frustrierend. Ein Mittelklasse Schraubstock kostet zwar in der Neuanschaffung etwas Geld, aber dafür halten sie auch ein Leben lang. Wenn man keine Möglichkeit hat den Schraubstock fest an einen Tisch zu bauen, kann man ihn auch provisorisch mit Schraubzwingen fixieren.

Für die Montage oder zum Leim-Aushärten sollte man auch immer ein paar Schraubzwingen in verschiedenen Größen parat haben. Wer öfter aufwändigere Holzkonstruktionen montiert, sollte sich überlegen, ob er sich nicht gleich einen kompletten Spanntisch zulegt.

 

Elektrische Sägen

Wie schön erwähnt, kommt man mit Handsägen meistens nicht weit. Für den Anfang ist eine Stichsäge nicht verkehrt. Da man meistens aber gerade Schnitte haben will, wird man recht schnell merken, dass man diese Schnitte mit einer Stichsäge auch nicht wirklich hinbekommt. Für eine Übersicht der gängigen elektrischen Sägen, gibt es einen weiterführenden Artikel.

Wer sich den Stress mit dem Zuschneiden komplett sparen will, der kann auch einfach den Zuschnittservice im Baumarkt nutzen.

Blindnieten

Blindnieten

Eine oft vergessene Alternative der normalen Verschraubung sind Nieten. Viele denken bei Nieten an Versager, den Schiffsbau oder an die Textilverarbeitung, aber Nieten können um einiges mehr. Am einfachsten und universellsten in der Verarbeitung sind hierbei die sogenannten Blindnieten. Am besten geeignet sind sie für die Montage von Beschlägen an Hölzern, Kunststoffplatten oder Metallplatten. Aber auch die Verbindung von verschiedenen Metallteilen (z.b. Winkel an Stahlplatten) lässt sich damit gut umsetzen. Im Folgenden mal die Vor- & Nachteile von Blindnieten.

+ dauerhafte, nicht-lösbare Verbindung (Schutz vor Demontage oder unsachgemäßem Öffnen)

+ günstiger als Schraube/Mutter-Verbindung

+ rostfrei (bei der Verwendung von Aluminium-Blindnieten)

 

 man benötigt ein spezielles Werkzeug: die Blindnietzange

 beschränkt verfügbar: eine brauchbare Auswahl an Blindnieten findet man meist nur im Internet

 

Arten von Blindnieten

Da Blindnieten keinen Antrieb (Kreuzschlitz, Torx) brauchen, gibt es hier nur zwei Bauformen, was den Kopf der Niete betrifft:

Wie bei den Senkkopfschrauben wird hier der Kopf bei der Länge mit dazugerechnet. Für die meisten Anwendungen sind aber Flachkopfnieten die richtige Wahl. Wie bei Schrauben gibt es verschiedenste Durchmesser. Typische Größen sind 2,4 mm, 3 mm, 4 mm oder 5 mm. Der Durchmesser bestimmt auch den Druck, wie stark eine Niete die Materialen zusammendrückt. Dies kann oftmals etwas kritisch sein, wenn man weichere Materialen vernieten will. Es gibt Blindnieten in verschiedenen Materialkombinationen. Die meistverwendetste (und auch hier beschriebene) Blindniete hat eine Aluminiumhülse und einen Stahldorn.

 

Richtig vernieten

Bevor man nieten kann, muss logischerweise ein passendes Loch gebohrt werden. Normalerweise gilt: Die Bohrung muss um 0,1 mm größer sein als der Nietendurchmesser. Meiner Erfahrung nach kann man sich das aber bei Holz und Kunststoff sparen. Einfach den Nietendurchmesser bohren und die Niete dann mit einer Zange durchdrücken.

Als nächstes muss die passende Nietenlänge gewählt werden. Dabei gilt die Regel:

Nietenlänge = Gesamtstärke der Materialien + Nietendurchmesser 

Das heißt zum Beispiel: Wir wollen mit einer 3 mm-Niete ein 1 mm dickes Scharnier an eine 10 mm dicke Holzplatte nieten. Die Nietenlänge ist dann 14 mm ((10 mm + 1 mm) + 3 mm = 14 mm).

Wenn man die Länge zu kurz wählt, kann es passieren, dass die Niete nicht ordentlich hält. Wählt man die Länge zu lang, entsteht eine unschöne, meist schiefe Aluhülse, welche zwar hält aber unnötig viel Platz wegnimmt.

Zum Nieten selbst nutzt man am besten die Anleitung der Nietzange. Es gibt verschiedene Schraubaufsätze für die verschiedenen Durchmesser. Prinzipiell wird der Dorn (langer Stahlstift welcher zum Schluss abreißt) in die Zange gesteckt. Beim Zusammendrücken wird der Dorn Richtung Kopf gezogen, wobei das Alu zusammen gepresst wird und sich zu einem Tropfen verformt. Hat das Alu die zwei Materialien stark genug zusammengepresst, wird die Kraft größer und der Dorn reißt ab.

Wie schon erwähnt, gibt es oft das Problem, dass die Niete die Materialien zu stark verpresst und somit weiche Materialen beschädigt. Gerade bei Sperrholzplatten sind erfahrungsgemäß maximal 3 mm-Nieten möglich. Oftmals reicht das aber nicht aus und man muss etwas improvisieren. Eine einfache Lösung sind Unterlegscheiben:

Blindnietzange

Für 99% aller Anwendungen im Geocachingbereich reicht eine Standard-Handnietzange völlig aus. Diese deckt alle Durchmesser von 2,4 mm bis 5 mm ab. Allerdings gibt es bei den Zangen deutliche Qualitätsunterschiede. Wir empfehlen auf jeden Fall die Zange im Internet zu kaufen und vorher die Bewertungen zu lesen. Die Standardprobleme bei kostengünstigen Zangen ist, dass der Dorn nicht richtig geklemmt werden kann und beim Zusammendrücken durchrutscht. Des Weiteren verklemmen sich gerne abgerissene Dornen im Gerät und man darf es dann komplett auseinander bauen. Ein solides Mittelklassegerät gibt es von Hazet (Artikelnummer: 1963N-1) und kostet zwischen 30 € und 40 €. Wir nutzen diese Zange seit ca. vier Jahren und hatten noch nie ein Problem mit ihr.

 

Zahlenschlösser

Zahlenschlösser

Sobald man aufwändigere Konstruktionen in den Wald zimmert, kommt man irgendwann um Zahlenschlösser nicht mehr herum. Es stellt sich aber oft die Frage, welches Schloss man verbaut bzw. wie viel Geld man ausgeben möchte. Im Folgenden zeigen wir ein paar gängige Modelle von ABUS und unsere Erfahrung damit:

ABUS 145/30

  • günstigstes Modell von ABUS (7 € – 9 €)
  • erhältlich in acht verschiedenen Farben
  • 1.000 Kombinationsmöglichkeiten
  • Aluminiumgehäuse, daher außen korrosionsbeständig
  • 5 mm staker Bügel

Wir empfehlen dieses Modell nicht dauerhaft dem Regen auszusetzen. Die innenliegende Mechanik ist nicht rostfrei und hält im Regen nur ca. 6-9 Monate. Wird das Schloss aber vor direktem Regen geschützt, kann es ziemlich lange halten. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Code mit einer falschen Handbewegung von Cachern leicht verstellt werden kann.

 

ABUS 165/40, ABUS 165/30

  • der „Klassiker“ bei Cachekonstruktionen
  • gute Preis/Leistung (10 € – 15 €)
  • 1.000 oder 10.000 Kombinationsmöglichkeiten
  • sehr stabiler Bügel und massives Messinggehäuse
  • 6 mm staker Bügel

Obwohl es von ABUS nicht als wetterfest angegeben wird, hält es trotzdem sehr lange beim Außeneinsatz. Auch hier empfiehlt es sich, das Schloss nicht direkt dem Regen auszusetzen. Ein bekanntes Problem bei diesen Schlössern ist der Bügel, der schon bei leichter Korrosion ziemlich schwergängig wird. Alles in allem ist es ein robustes Universalschloss, welches ein gutes Preis/Leistungsverhältnis besitzt.

 

ABUS 180IB/50

  • sehr robust und 100% wasserfest
  • kostspieligere Variante (24 € – 28 €)
  • 10.000 Kombinationsmöglichkeiten
  • Codeänderung nur mit speziellem Schlüssel möglich
  • 8 mm staker Bügel

Dies ist wohl der Geländewagen unter den Zahlenschlössern. Es besteht zu 100% aus nicht-rostenden Materialien und ist daher bedenkenlos im Regen einsetzbar. Wir hatten es bei einem Cache sogar mehrere Monate unter Wasser im Einsatz und es funktionierte danach immer noch. Einziges Manko sind die schwergängigen Zahlenräder. Dies liegt einerseits daran, dass nur ein Viertel des Zahlenrads zugänglich ist und das sich die Räder in eine Richtung besser drehen lassen, als in die andere. Ab und zu sollte man das Schloss deswegen nachschmieren. Was manchmal etwas irritierend sein kann, ist das dieses Schloss sich nicht automatisch entriegelt. Nachdem man den Code eingegeben hat, muss man das Schloss zusammendrücken und erst beim Loslassen entriegelt der Bügel. Wir haben fast ausschließlich dieses Modell im Einsatz und sind sehr zufrieden damit.

 

Wenn ihr Erfahrungen mit anderen Zahlenschlössern gemacht habt, schreibt uns einfach, dann werden wir dieses Modell hier mit aufnehmen.

Holzschutz

Holzschutz

Um seine Konstruktion noch langlebiger zu bauen, kommt man um einen zusätzlichen Holzschutz nicht herum. Hierbei gibt es verschiedene Methoden, wie man das Holz behandeln kann. In erster Linie geht es darum, dass kein Wasser in das Holz einziehen kann und dass das Holz nicht schimmelt oder verrottet. Bei der Verwendung von teuren, wasserfest verleimten Multiplexplatten besteht zumindest keine Gefahr, dass die Platten aufquellen, wenn man keinen Holzschutz verwendet. Da aber nach einiger Zeit auch Multiplexplatten zum schimmeln anfangen würden, empfiehlt es sich, auch diese Platten zu lasieren.

Hier mal eine Übersicht der verschiedenen Methoden:

Farben und Lacke

Eine recht einfache Methode ist der Anstrich mit Holzfarbe oder Holzlack. Der Vorteil ist hierbei, dass man die freie Farbwahl hat. Allerdings haben Farben und Lacke im Außenbereich den großen Nachteil, dass sie nach einiger Zeit absplittern und somit das blanke Holz durchkommt. Wir halten daher Farben und Lacken im Außenbereich für wenig geeignet.

Holzöle

Diese Art des Holzschutzes ist schon um einiges langlebiger und besser für das Holz. Der Unterschied zu Farben ist, dass Holzöle in die Oberfläche des Holzes einziehen und hier wasserabweisend wirken. Prinzipiell bleibt das Aussehen der Holzoberfläche hierbei auch erhalten. Je dicker die Schicht, desto dunkler und glänzender wird die Oberfläche. Zusätzlich gibt es aber auch Holzöle in verschiedenen Farben, z.b. Rotzeder oder Eiche. Ein großer Nachteil der Holzöle ist aber, dass man sie alle ein bis zwei Jahre nachstreichen muss. Außerdem verhindern die meisten Holzöle nicht die Schimmelbildung an der Oberfläche.

Holzlasuren

Der Klassiker des Holzschutz ist die Holzlasur. Für Geocachingkonstruktionen unbedingt darauf achten, dass eine Holzlasur für den Außenbereich verwendet wird. Hier gibt es sehr viel verschiedene Farbtöne, welche auch mischbar sind (sofern sie von der gleichen Marke sind). Es gibt sie deckend wie Lacke und transparent wie Öle. Auch sie sind wasserabweisend und in den meisten Fällen schützen sie das Holz auch vor Schimmel und Verrottung. Eine weitere Unterscheidung ist der angegebene Langzeitschutz, welcher bis zu zwölf Jahre betragen kann. Eine besondere Art der Holzlasur ist die sogenannte „Einmal-Holzschutzlasur“, welche man dann tatsächlich nicht mehr nachlasieren muss.

Nach vielen Tests und Versuchen hat sich eine Holzlasur besonders bewährt. Vom Hersteller Osmo gibt es Einmallasuren für den Außenbereich in verschiedenen Farbtönen. Diese sind natürlich auch etwas teurer, aber wenn man die gewonnene Langlebigkeit bedenkt, macht sich diese Lasur auf jeden Fall bezahlt.

Verarbeitung

Beim Anstrich unbedingt darauf achten, dass alle Oberflächen und Seitenflächen behandelt werden. Auch die regenabgewandten Seiten (z.b. das Innere eines Nistkastens) sollten mitbehandelt werden, da die Luftfeuchtigkeit ausreicht, um das Holz aufquellen zu lassen. Auch Löcher durch das Holz (z.b. Löcher für Kabelbinderfixierung) sollten innenseitig behandelt werden, da sich hier gerne das Wasser sammelt.

Holzplatten im Cachebau

Holzplatten im Cachebau

Ob Nistkasten, Insektenhotel oder Gartenhütte – manchmal stellt sich einfach die Frage: Welches Holz verwendete ich für welchen Zweck?
Wir möchten hier ein paar Tipps geben, auf was man achten muss, wenn man wartungsfreie und langlebige Verstecke aus Holz bauen will.

Vieles was wir heutzutage aus Holz kennen, ist aus Platten und nicht aus Massivholz/Leimholz gefertigt, so auch beim Cachebau. Das hat einerseits den Grund, dass aufgrund des Durchmessers der Bäume keine Massivhölzer breiter als ca. 30 cm sein können. Andererseits sind Holzplatten formbeständiger und günstiger.

 

Hier mal eine Übersicht gängiger Holzplatten-Arten mit deren Eigenschaften:

 

Spanplatte/MDF/OSB

Zu den günstigsten Holzplatten gehören Spanplatten, MDF und OSB Platten. 90% aller Holzmöbel bestehen im Kern aus Spanplatten und sind dann mit Kunststoff oder Furnier beklebt. Diese Platten sind nur für den Inneneinsatz gedacht, daher ungeeignet für den Cachebau. Durch die lockere Struktur würden sie sich sofort mit Feuchtigkeit vollsaugen und aufquellen. Die einzige Ausnahme wären hier evtl. MDF-Platten, wenn sie nicht direkt Regen oder Schnee ausgesetzt sind.

 

Einfache Sperrholzplatten

Der Klassiker im Holzbau sind die vielseitig einsetzbaren Sperrholzplatten. Hierbei gibt es wiederum verschiedene Arten. Das wichtigste Merkmal ist aber, dass Sperrholzplatten aus mindestens drei Schichten bestehen. Diese Platten sind sehr formstabil, gut zu verarbeiten und verhältnismäßig günstig. Für die meisten Anwendungen im Cachebau sind diese Platten perfekt geeignet. Typische Stärken sind hierbei 8, 10 oder 12 mm. Im Baumarkt findet man sie unter den Namen Sperrholzplatte, Tischlerplatte oder Furnierplatte.

 

Multiplexplatte

Multiplex-Holzplatten fallen auch unter Sperrholzplatten, sind aber deutlich stabiler und bestehen aus mehreren gleichstarken Holzlagen. Für besonders stabile Verstecke oder Konstruktionen sind diese Platten genau das Richtige. Die meisten Baumärkte bieten wasserfest-verleimte Multiplexplatten an, welche theoretisch auch nicht mehr lasiert werden müssen. Eine besondere Art der Multiplexplatten sind die Siebdruckplatten. Diese haben auf beiden Seiten wasserabweisende Kunststoffschichten und werden auch als wasserfeste Holzplatten verkauft. Multiplex- und Siebdruckplatten sind hierbei um einiges teurer als einfache Sperrholzplatten.